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Nachruf auf
Prof. Dr.med. Christian Hegelmaier
„Seid überzeugt, dass das Geheimnis des Glücks die Freiheit, das Geheimnis der Freiheit aber der Mut ist.“ Perikles, Totenrede (Thukydides II,43), aus der Traueranzeige

Christian Hegelmaier ist am 14.11.2012 mit 61 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben.
Wir sind tief betroffen und er wird uns mit seinem klaren, kompromisslosen Geist und seinem wunderbaren Humor sehr fehlen.
Unsere herzlichste Anteilnahme gilt seiner Frau und seinen Kindern.
Sein Engagement für die Menschen der sogenannten Dritten Welt basierte auf einer klaren politischen Analyse der Ursachen für diese Armut und er hat diese stets schonungslos benannt.
Als er 1999 zu uns stieß, war er vor allem in Afghanistan mit der Lehre der Behandlung der hämatogenen Osteomyelitis befasst. Der Krieg des Westens gegen die Taliban verhinderte sein weiteres Engagement vor Ort, so behandelte er in seiner Klinik in Stadthagen betroffene Kinder, die über das Friedensdorf oder das Hammer Forum ihm zuverlegt wurden.
Bei unsren Symposien war er immer präsent, inhaltlich und persönlich – die gemeinsamen Abende mit ihm gingen oft bis zum Morgengrauen, nie gingen uns Themen, Analysen und Witz aus.
Ich selbst habe viel von ihm gelernt.
Christian Hegelmaier hinterlässt eine große Lücke. Sein Vorbild an politischer, ethischer und mutiger Direktheit bleibt uns und wird das Engagement der Deutschen Gesellschaft für Tropenchirurgie für die Menschen, die nach wie vor ohne Zugang zu adäquater Gesundheitsversorgung sind, bleibend prägen.
Wir alle sind dankbar, dass wir Christian Hegelmaier als Kollegen und Freund erleben durften.
Bei unserem Symposium in Freiburg am 23.-25.11.2012 haben wir intensiv seiner gedacht.
Für die Mitglieder der DTC und in besonderer persönlicher Verbundenheit
Gabriele Holoch